Kharkiv, Ukraine · Juli 2025
Der Laster ist nun ausgeladen. Alles wird gebraucht, sagten sie uns: Kochgeräte, Öfen, Kleidung – und besonders die vielen Zivilschutzmatten und Notbetten.
In den Kriegsgebieten werden verlassene Häuser vorübergehend von Soldaten bewohnt. Doch es gibt viel mehr Soldaten als Betten. Deshalb werden die Matten verteilt, damit wenigstens jeder einen Platz zum Ausruhen hat.
Alle unsere Freunde in Charkiw haben Brüder oder Schwestern an der Front. Natürlich wollen sie helfen, so gut sie können.
Die Wand in der Akademie der Kulturen, auf der die Bilder der gefallenen Studierenden und Lehrenden hängen, hat sich weiter gefüllt.
Und trotzdem: Die Stadt lebt.
Niemand spricht vom Aufgeben.
Alle sind müde vom Krieg – aber sie verteidigen weiter ihre Stadt, ihr Leben, ihre Freiheit.





