Kharkiv, Ukraine · Oktober 2025
Es ist Herbst, die Sonnenblumenfelder sind längst abgeerntet. In Kharkiv machen wir einen Zwischenhalt, um Solarpanels, Generatoren und 80 Schlafsäcke umzuladen.
Dann treffen wir wieder Maksym und seine Soldaten. Alle leben – und er fährt immer noch das gleiche Fahrzeug, das wir ihm einst aus Luzern gebracht haben. Damit evakuieren sie verwundete Soldaten direkt von der Frontlinie zum Stabilisierungspunkt. Von dort bringt die Ambulanz sie weiter ins Frontspital, und die Schwerstverletzten schliesslich in die Krankenhäuser nach Charkiw oder Dnipro.
Das Frontspital durfte Urban nicht besuchen. Sie wollen so wenige Menschen wie möglich dort haben, um zu verhindern, dass der Standort ungewollt an die Russen verraten wird. Stattdessen zeigt Maksy ihm das Dorf, in dem er mit seinen Männern lebt: ein karges Haus, von den ursprünglichen Bewohnern verlassen, ein Holzofen, kein warmes Wasser.
Man sieht den Krieg in Maksyms Gesicht.



















